Wahlprüfsteine

Wahlprüfsteine

Der Ernährungsrat Hannover und Region i.G. bemüht sich innerhalb des Arbeitskreises "Kantinen" um eine regionalisierte Belieferung der größten Abnehmer von Lebensmitteln, nämlich der örtliche Kantinen. Um ein gesundes, regionales Kantinenessen wird sich insbesondere im Schulkontext bemüht.  Der Ernährungsrat Hannover und Region hat anstehende Wahlen nun zum Anlass genommen, sich mit diesem Anliegen an die Politik zu wenden und hat  Wahlprüfsteine formuliert.

Die Frage liegt auf der Hand: Was werden Politiker*innen in Ihrem Amt tun, um diese Grundlagen unseres Lebens zu sichern bzw. deren Qualität wieder zurückzugewinnen? Was heißt das konkret für Hannover und die Region? Was können wir in Zukunft erwarten?

Die Wahlprüfsteine für die Stadt sind hier einsehbar und die für die Region Hannover hier.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Parteien wollen sich für gesunde Schul- und Kita-Verpflegung sowie regionale Landwirtschaft in Hannover einsetzen
Der Ernährungsrat “Hannover und Region” hat die politischen Parteien vor der Wahl zu ihrer Haltung gegenüber regionaler und nachhaltiger Ernährung in Schulen und Kitas befragt. Nach dem Schulstart wird nun für Kinder und Eltern die Dringlichkeit bei der Schulversorgung wieder täglich sichtbar.
“Von einer flächendeckenden gesunde Ernährung für Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kitas sind wir in Hannover noch weit entfernt. Auch spielt die Versorgung mit Lebensmitteln aus der Region sowie eine systematische Bildungsarbeit hierbei noch keine zentrale Rolle” sagt Vorständin Linda Budde vom Ernährungsrat. Das soll sich nach Meinung des Ernährungsrates ändern, denn Schulen und Kitas liegen meisten in der Verantwortung der Kommune und es könnte schnell umgesteuert werden. Doch wie stehen die politischen Parteien zu dem Problem mit der Ernährung sowie der Einbindung der regionalen Landwirte. Die Aussagen von SPD,
CDU, Grünen und FDP machen Mut: “Wir sind überwältigt über das positive Feedback der Parteien. Gesunde Ernährung der Kinder und regionale Versorgung scheinen unter allen Parteien große Schnittmengen zu bilden. Nun muss nach der Wahl geliefert werden”, so Budde.
Die Fragen und die vollständigen Antworten sind weiter unten nachzulesen. Bei den konkreten Vorschlägen für die Behebung der Missstände treten teils deutliche Unterschiede der Parteien zu Tage. So setzen CDU und FDP eher den Fokus auf Förderung
der regionalen Erzeuger und Caterer unter anderem mit einem Siegel “made in Region Hannover”. SPD und Grüne wollen die steuernden Maßnahmen der Kommunen noch um den Aspekt der Bildungsarbeit zum Thema gesunde, nachhaltige und regionale Ernährung bei den Jüngsten ergänzen. “Natürlichen Geschmack können Menschen am besten über gemeinsames
tägliches Erleben lernen”, sind die Grünen überzeugt. Die SPD meint dazu: “Je früher wir mit Bildung und Aufklärung über regionale saisonale Erzeugnisse beginnen, umso besser.” CDU und FDP betonen, dass “nicht nur Bio-Essen gutes Essen sein kann” und sehen in regionalen Produkte eine “gute Ergänzung zu bio und öko”.
Einigkeit herrscht hingegen unter den Parteien dabei, dass dem Anstieg bei Plastik-Einwegverpackungen und der Lebensmittelverschwendung dringend entgegengewirkt werden muss. Neben Sensibilisierungskampagnen soll die Wiederverwertung bei Grünen (Upcycling) und SPD (Wertstoffhöfe als Annahmestelle für brauchbare Gebrauchte) gefördert
werden. Nach Meinung der FDP sollen die Alternativen zum Einwegplastik durch beispielsweise veränderte Regeln für Standbetreiber auf Weihnachtsmärkten gestärkt werden. Die CDU setzt hingegen auf Anreize durch die Gestaltung von Müllgebühren.

Einigkeit herrscht auch bei der Sicherung der regionalen Landwirtschaft. Setzen sich SPD, CDU und FDP für die bestehenden Betriebe und landwirtschaftlichen Flächen ein, wollen die Grünen die “Flächenversiegelung in der Region Hannover reduzieren und die regionale Landwirtschaft weiter stärken”.
Eine weitere Förderung von Bündnissen zur Umweltbildung wie dem Ernährungsrat stehen SPD, CDU und Grüne zustimmend gegenüber. Lediglich die FDP äußert sich zurückhaltend und möchte “neu abwägen, wie die knappen Mittel eingesetzt werden”.
Der Ernährungsrat Hannover und Region ist ein eigenständiges, unabhängiges Bündnis von Akteur*innen der Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Landwirtschaft und Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft. Unser Ziel ist es, für Hannover und die Region ein resilientes, gerechtes und gemeinwohlorientiertes Ernährungssystem zu schaffen, durch das saisonale, regionale und gesunde Lebensmittel aus fairer und nachhaltiger Herstellung sowie artgerechter Tierhaltung gefördert werden.

Einige Antworten der einzelnen Akteur*innen, aus denen sich obige Zusammenfassung ableitet, sind folgend einsehbar:

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