Neues Mitglied – Hof Kreuzkamp Genuß

Ein Familienbetrieb mit langer Geschichte

Der Hof Kreuzkamp liegt etwa 20 Kilometer von der Landeshauptstadt Hannover entfernt und blickt auf eine landwirtschaftliche Tradition zurück, die bis ins Jahr 1600 reicht. Neben Ackerbau und Forstwirtschaft ist die Rinderhaltung das Herzstück des Betriebs. Seit über 20 Jahren hat sich die Familie auf die Haltung der französischen Rasse Limousin spezialisiert – mit einer besonders tiergerechten Haltung: flächendeckende Stroheinstreuung statt Spaltenböden, Auslauf und Bewegungsfreiheit im Offenfrontstall im Winter, im Sommer draußen auf den saftigen Weiden Burgwedels.

2017 gründeten Jan und Helen Kreuzkamp die Kreuzkamp Genuß GmbH – mit einem klaren Ziel: den direkten Weg vom Hof zum Verbraucher zu gehen, ohne Zwischenhändler.

Ein Konzept, das konsequent zu Ende gedacht ist

Was den Betrieb von vielen anderen unterscheidet, ist die Vermarktungslogik: Erst wenn 100 Prozent eines Rindes verkauft sind, wird geschlachtet. Das klingt zunächst ungewöhnlich – aber es ist konsequent. Kein Teil des Tieres bleibt ungenutzt, kein Überangebot entsteht, keine Lebensmittel werden verschwendet. Wer bestellt, weiß: Das Tier wurde für genau diese Nachfrage gehalten und geschlachtet.

Nach der Schlachtung bei einem regionalen Schlachter reift das Fleisch etwa drei Wochen, bevor es zerlegt, vakuumverpackt und in der Region Hannover kostenfrei nach Hause geliefert wird. Transparenz ist dabei kein Marketingversprechen: Mit jeder Lieferung erhalten Kund*innen ein Datenblatt mit Angaben zum Tier sowie Informationen zum Ort der Schlachtung und Zerlegung auf dem Etikett.

Regional verwurzelt, gesellschaftlich engagiert

Kreuzkamp Genuß ist Slow-Food-Unterstützer – ein Netzwerk, das für gutes, sauberes und faires Essen eintritt. Gleichzeitig engagiert sich der Betrieb lokal, etwa als Partner im Wirtschaftsclub des Handballvereins TSV Hannover-Burgdorf und als Förderer des Nachwuchssports in der Region.

Dass ein Betrieb, der so klar für Regionalität, Qualität und Tierwohl steht, nun Teil unseres Netzwerks ist, freut uns sehr – und passt gut zu dem, wofür der Ernährungsrat Hannover steht: ein regionales Ernährungssystem, das ökologisch tragfähig, wirtschaftlich sinnvoll und sozial gerecht ist.

Was bleibt zu sagen?

Wir begrüßen Helen und Jan Kreuzkamp herzlich in unserem Netzwerk. Kreuzkamp Genuß ist ein gutes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Landwirtschaft und Direktvermarktung konsequent zusammengedacht werden. Gleichzeitig sei angemerkt: Das Konzept der Vorausbestellung und des wartenden Kaufs funktioniert derzeit gut für eine informierte, kaufkraftstarke Kundschaft – ein gesellschaftspolitisches Potenzial, das noch stärker gehoben werden könnte, wenn solche Produkte auch in breiteren Versorgungskontexten sichtbarer würden.

Wer mehr über Kreuzkamp Genuß erfahren möchte: www.kreuzkamp-genuss.de

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