Laufende Projekte

Gemeinsam für eine klimagesunde Zukunft: Ernährungsstrategie für die Region Hannover (2025–2027)

Das Ernährungssystem – von der landwirtschaftlichen Erzeugung über Verarbeitung und Logistik bis auf den Teller – ist ein zentraler Hebel für Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Krisenresilienz. Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie anfällig globale Lieferketten sind. Gleichzeitig trägt das Ernährungssystem erheblich zu Treibhausgasemissionen bei.

Um regionale Kreisläufe zu stärken, kommunale Handlungsspielräume gezielt zu nutzen und das Ernährungssystem wirksam in Richtung Klimaneutralität weiterzuentwickeln, braucht es eine strategische Gesamtperspektive.

Unter Federführung der Region Hannover, Dezernat für Umwelt, Klima, Planung und Bau, soll daher eine klimagesunde Ernährungsstrategie für die Region erarbeitet werden. Der Ernährungsrat Hannover & Region begleitet dieses Vorhaben als zivilgesellschaftlicher Netzwerkpartner.

Im Förderzeitraum von Januar 2025 bis Dezember 2027 bündeln wir Kompetenzen, vernetzen Akteur*innen und entwickeln konkrete Umsetzungsbausteine, um das Ernährungssystem regionaler, nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten.

Ziel des Förderprojektes: einen entscheidenden Beitrag zu den Klimazielen der Region Hannover zu leisten. Indem regionale Kreisläufe gestärkt, eine nachhaltige Beschaffung gefördert und mehr Ernährungsbildung etabliert werden, kann nicht nur ein klimafreundliches, sondern auch ein wirtschaftlich starkes und krisensicheres Ernährungssystem für die gesamte Region entstehen.

Der Ernährungsrat bringt dabei seine gewachsene Netzwerkarbeit ein und verbindet Landwirtschaft, Verarbeitung, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft. Er übernimmt eine Scharnierfunktion zwischen Praxis, Politik und strategischer Entwicklung.

Konkrete Projekte mit struktureller Wirkung

Bis Ende 2027 werden mehrere Teilprojekte in zentralen Handlungsfeldern umgesetzt:

1. Regionalität

Regionale und saisonale Produkte sind das Fundament einer nachhaltigen Ernährung. Ziel ist es, strukturelle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass ressourcenschonend erzeugte landwirtschaftliche Produkte aus der Region verstärkt Eingang in die Gemeinschaftsverpflegung finden.

Dazu werden:

·       Bedarfspotenziale der Schulkantinen ermittelt

·       konzeptionelle Grundlagen für regionale Wertschöpfungsketten entwickelt

·       Potenziale für kurze Lieferwege und kooperative Logistikmodelle analysiert

·       zentrale Akteur*innen aus Erzeugung, Verarbeitung und Großküchen identifiziert und aktiv vernetzt

2. Außer-Haus-Verpflegung

Eine gesundheitsförderliche, regionale und nachhaltige Schulverpflegung ist eine Investition in Bildung, Klimaschutz und regionale Wirtschaft.

Im Rahmen des Projekts werden:

  • ein praxisnahes Instrument zur Überprüfung und Weiterentwicklung von Qualitätskriterien entwickelt
  • Handlungsempfehlungen für saisonale und regionale Beschaffung erarbeitet
  • interkommunale Kooperationen gestärkt

Ziel ist es, Schulen und Kommunen konkrete, umsetzbare Schritte an die Hand zu geben – von kurzfristigen Verbesserungen bis hin zu langfristigen strukturellen Perspektiven.

3. Ernährungsbildung - Der Weltacker:

Wie viel Ackerfläche steht jedem Menschen weltweit rechnerisch zur Verfügung? Und was wächst darauf?

Mit dem Projekt Weltacker in Harkenbleck /Hemmingen werden globale Zusammenhänge unseres Ernährungssystems anschaulich und erfahrbar gemacht. Praktische Gartenarbeit wird mit Bildungsmodulen zu Klimaschutz, Biodiversität, Ressourcennutzung und ökologischem Landbau verbunden. Die Federführung liegt bei unserem Netzwerkmitglied Heuhüpfer e.V. der Ernährungsrat unterstützt die Umsetzung im Rahmen des Förderprojekts und verankert das Vorhaben in der regionalen Bildungslandschaft.

Mitgestalten erwünscht

Dieses Projekt lebt vom Austausch und vom Mitmachen. Der Ernährungsrat informiert regelmäßig über Fortschritte, Veranstaltungen und Netzwerktreffen.

Verfolgen Sie unsere Arbeit hier auf der Webseite, in den sozialen Medien und bei unseren Veranstaltungen – und gestalten Sie mit uns die Ernährungszukunft der Region Hannover.

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