Laut Antrag vom 24.08.2026 soll die Verwaltung soll gemeinsam mit den 21 Kommunen prüfen, wie Kinder und Jugendliche in der Region künftig gesundes, frisches und regionales Schulessen bekommen können.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie bestehende kommunale Küchen stärker zusammenarbeiten und regionale Erzeuger verlässlich eingebunden werden können. Das Essen soll für Familien bezahlbar bleiben.
Damit reagieren die Antragsteller auch auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder und die Vorgaben des Klimaplans 2035.
Der Ernährungsrat Hannover und Region begrüßt den Änderungsantrag. Dieser greift wichtige Ansätze auf, für die sich der Ernährungsrat seit Längerem einsetzt, und ist ein wichtiger Schritt hin zu einer stärker öffentlich gesteuerten Schulverpflegung und mehr regionaler Wertschöpfung.
Die Schulverpflegung in der Region Hannover ist durch viele Einzelverträge und unterschiedliche Qualitäts- und Preisniveaus geprägt. Das erschwert eine gemeinsame strategische Steuerung.
Auch lassen sich regionale Lebensmittel nicht einfach vom Acker in die Schulküche bringen. Dafür braucht es Strukturen für Bündelung, Verarbeitung, Lagerung und Logistik.
Verlässliche Abnahmemengen durch regionale Schulkantinen können landwirtschaftlichen Betrieben und lokalen Verarbeitern mehr Planungssicherheit geben.
Die Verwaltung soll gemeinsam mit den 21 Kommunen verschiedene Wege prüfen. Dabei lässt der aktuell vorgelegte Antrag Raum für neue Ideen und Modelle – setzt aber klare Leitplanken:
Der derzeitige Antrag macht regionale Versorgung ausdrücklich zu einem wichtigen Bestandteil der künftigen Schulverpflegung.
Geprüft werden soll, wie regionale Liefer- und Verarbeitungsstrukturen dauerhaft und vergaberechtskonform eingebunden werden können. Dafür braucht es passende organisatorische und wirtschaftliche Voraussetzungen sowie die notwendige Infrastruktur.
Der Aufbau regionaler Küchen- und Logistikstrukturen kann dabei auch inklusive Arbeitsplätze schaffen.
So kann Schulverpflegung stärker mit regionaler Wertschöpfung, gesunder Ernährung, ökologischer Nachhaltigkeit und Tierwohl verbunden werden.
Nach den Beratungen in den Fachausschüssen entscheidet die Regionsversammlung über die Annahme des Prüfauftrags. Im Falle des Beschlusses soll die Verwaltung durch Mittelumschichtung eine Fachstelle zur Begleitung des Umsetzungsplans schaffen.
Im ersten Halbjahr 2027 sollen dann erste Ergebnisse vorliegen – darunter eine Bestandsaufnahme, mögliche Organisationsformen, erste Modellkommunen sowie ein Zeit- und Maßnahmenplan.
Auf dieser Grundlage entscheidet die Regionsversammlung anschließend über die weitere Ausgestaltung, Finanzierung und einen möglichen schrittweisen Aufbau.
Wie die Schulverpflegung finanziert wird und ob sie für Familien vollständig oder teilweise kostenfrei sein kann, bleibt Aufgabe der 21 Kommunen.
Die Initiative greift wesentliche Vorarbeiten und Empfehlungen des Ernährungsrats auf. Als Impulsgeber und fachlicher Gesprächspartner wird der Ernährungsrat Hannover und Region den weiteren Prozess konstruktiv begleiten.